Wettbewerb Schlossbermuseum Graz

1.Platz

Das neue Schloßbergmuseum entsteht an einem der zentralsten Punkte von Graz und bildet mit dem GrazMuseum ein Gesamterlebnis, welches den Schloßberg in seiner historischen und naturwisschaftlichen Dimension wiederspiegelt. Es ist die erste Anlaufstelle sowie Informationszentrum am Schloßberg.

Gegenwärtig bildet die Mauer im Zugangsbereich des bestehenden Ensembles eine starke Barriere und trennt den Hof des Museums vom restlichen Schloßbergareal. Eine wesentlich einladendere Situation ist notwendig.

Wichtigster architektonischer Eingriff ist daher die Verbindung zwischen der Bastei und dem Schloßberggelände. Ein Kreisweg löst die starke Barriere auf, verbindet die einzelnen Nutzungen und wird zur strukturgebenden Geste des Entwurfes. Er organisiert die Wegführung für die BesucherInnen. Er ordnet und öffnet die zuvor problematische verschlossene Außenwand und macht sie zu einer intuitiven Eingangssituation. Entlang des Weges werden die stark frequentierten und öffentlichen Bereiche angesiedelt und aktivieren so den Hof der Bastei.

Es wird ein neuer verbindender Layer über das geschichtsgeladene Areal gezogen. Er spiegelt auch die Haltung wieder, welche das GrazMuseums vermittelt. Eine einladende Geste für alle Besucher der Schloßberges – die Vermittlung eines niederschwelligen und offenen Museums.

Die Geste dieses neuen Layers soll auch in die 3. Dimension gebracht werden. Sie übernimmt sowohl symbolische als auch funktionelle Aufgaben. Die Bepflanzung im Zentrum des Wegkreises lädt zum Verweilen ein. Es wird ein Anziehungspunkt mit hoher Aufenthaltsqualität und Beschattung geschaffen, der dem Wundergarten als Ruhepol gegenübersteht.